Über die Stiftung

Die Arno Buchegger Stiftung wurde 1983 als privatrechtliche, gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Augsburg von Arno Buchegger (1907 – 1992) errichtet. Nach der Satzung und dem Stifterwillen ist Zweck der Stiftung die Förderung von Kunst und Kultur, des Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutzes, sowie die Erhaltung Alt-Augsburger Kulturdenkmale. Die Arno Buchegger Stiftung finanziert insbesondere den Museumsbetrieb des Architekturmuseum Schwaben in Augsburg im Thelottviertel.

Grundstock des Stiftungsvermögens bilden Häuser im Thelottviertel, einer gartenstadtähnlichen, zentralen Siedlung in Augsburg, die der Architekt und Bauunternehmer Sebastian Buchegger (1870 – 1929), der Vater des Stifters, gemeinsam mit Architekt Heinrich Sturzenegger ab 1905 geplant und verwirklicht hat.

Das Architekturmuseum Schwaben ist in dem ehemaligen Wohnhaus des Architekten Sebastian Buchegger beheimatet. Das Haus wurde 1993 – 1995 für eine museale Nutzung umfangreich und vorbildlich unter Leitung des Architekten Robert Gerum in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege saniert und es wurden Ausstellungs-, Bibliotheks- und Arbeitsräume sowie ein Archiv eingerichtet.

Aufgabe des Museums ist die Erforschung und Dokumentation der Architekturgeschichte Schwabens sowie die Vermittlung von Architektur an eine breite Öffentlichkeit.

Die Einrichtung eines Architekturmuseums im Haus Buchegger geht auf eine Idee des Stiftungsbeirats und Architekten Edi Heilmeier zurück, die von dem Stiftungsvorsitzenden Ernst Berschet aufgegriffen und umgesetzt wurde.

Träger des Museums ist die Technische Universität München. Durch das Engagement des Gründungsdirektors Prof. Dr. Winfried Nerdinger (Leiter des Museums von 1995 - 2012) wurde das Museum bereits 1995 in der Buchegger Villa eröffnet und hat sich zu einem wichtigen Architekturzentrum für Augsburg und das Bayerische Schwaben entwickelt und hat unter der Leitung von Prof. Nerdinger nationale und internationale Anerkennung gefunden.

Sein Nachfolger Prof. Lepik hat zum 31.12.2019 die Trägerschaft der TU München gekündigt, da die TU München „es nicht mehr für zielführend (hält) dort ein Museum zu führen“, es gebe „keine Parkplätze, man kommt nur mühsam zu Fuß hin“, und es würden sich „höchstens 1000 Besucher im Jahr dorthin verirren“ (Süddeutsche Zeitung, 03.09.2019).

Durch die Kündigung von Prof. Lepik (TU München) wird das Architekturmuseum zum Jahresende vorübergehend schließen.

Die Arno Buchegger Stiftung hat die durch die TU München geschaffenen Fakten als Chance, aber auch unabdingbare Notwendigkeit einer Erneuerung und Neuausrichtung erkannt.

Nach einer vorübergehenden Schließung und einer notwendigen Phase des Aufräumens, der Analyse und Organisation wird das Museum mit einem neuen Träger und einem überarbeiteten, tragfähigen Konzept wiedereröffnen. Ein „Zentrum für Architektur“ soll einer breiten Bevölkerung modernes Wissen zu Architektur, Städtebau und Baukultur vermitteln und gleichzeitig Architekten, Städteplanern und Architekturinteressierten ein Diskussionsforum bieten. Das Architekturmuseum wird wieder als lebendiges Zentrum der Architektur im Thelottviertel fest verankert werden. Die Arno Buchegger Stiftung plant aktuell einen Erweiterungsbau, nachdem bereits in den 1990er Jahren hierzu ein Ideen- und Realisierungswettbewerb stattgefunden hatte. Über den Stand des Neubaus wird fortlaufend auf diesen Seiten berichtet. Das Architekturmuseum wird nach Durchführung des Anbaus als „Zentrum für Architektur“ mit einem neuen Träger und neuem Konzept wiedereröffnet werden.